
Zahnarzt-Adressen mit E-Mail: Liste aus Google Maps erstellen
Zahnarzt-Adressen mit E-Mail lassen sich aus Google Maps erstellen, aber die E-Mail-Spalte füllt sich nur bei Praxen, die auf ihrer eigenen Website eine Adresse veröffentlichen. Wir haben die Websites hinter 40.299 Zahnarzt-Einträgen in 42 Ländern gelesen: 96,6 % hatten eine Telefonnummer, 40,7 % führten zu einer veröffentlichten E-Mail-Adresse.
Deutschland liegt deutlich darüber. Bei 10.195 deutschen Zahnarzt-Einträgen fand sich in 57,2 % eine E-Mail, in 98,2 % eine Telefonnummer. Das Gesetz, das die Adresse sichtbar macht, und das Gesetz, das ihre Nutzung einschränkt, sind zwei verschiedene. Dazu weiter unten.
Wie viele Zahnarztpraxen veröffentlichen eine E-Mail?
Etwa vier von zehn. Von den 40.299 Einträgen, die wir ausgewertet haben, endeten 16.415 mit mindestens einer veröffentlichten E-Mail, das sind 40,7 %. Die Telefonnummer ist weit verlässlicher: 96,6 % derselben Einträge hatten eine.
Der E-Mail-Trichter wird an drei Stellen enger:
| Schritt | Einträge | Anteil |
|---|---|---|
| Alle Zahnarzt-Einträge | 40.299 | 100 % |
| Eintrag verlinkt auf eine eigene Praxis-Website | 28.856 | 71,6 % |
| Website gelesen, E-Mail veröffentlicht | 16.361 | 40,6 % |
| Website gelesen, keine E-Mail auf den geprüften Seiten | 8.484 | 21,1 % |
| Website nicht lesbar (Fehler, Zeitüberschreitung, Sperre) | 4.011 | 10,0 % |
| Keine Website | 10.420 | 25,9 % |
| Website-Feld zeigt auf ein Social-Media-Profil | 1.023 | 2,5 % |
In den 40,7 % stecken auch 54 Einträge, deren Website-Feld auf ein Social-Media-Profil mit E-Mail zeigte. Von den Einträgen mit eigener Website veröffentlichten 56,7 % eine E-Mail, 29,4 % nicht, und 13,9 % ließen sich nicht lesen. Eine Praxis ohne Website hat nichts zu lesen, also liefert keine ehrliche Methode für die 25,9 % ohne Website eine E-Mail.
Der Grund ist strukturell: Ein Google-Unternehmensprofil hat kein E-Mail-Feld, und die Places API liefert auch keins. Mehr dazu in E-Mail-Adressen aus Google Maps extrahieren.
Deutschland in Zahlen
Die 10.195 deutschen Zahnarzt-Einträge im Vergleich:
| Kennzahl | Deutschland | Alle Daten |
|---|---|---|
| Mit Telefonnummer | 98,2 % | 96,6 % |
| Mit eigener Website | 77,5 % | 71,6 % |
| Website-Feld ist Social Media | 0,1 % | 2,5 % |
| E-Mail veröffentlicht | 57,2 % | 40,7 % |
| E-Mail bei Einträgen mit eigener Website | 73,8 % | 56,7 % |
| Eigene Website nicht lesbar | 7,2 % | 13,9 % |
Von den deutschen Websites, die wir lesen konnten, nannten 79,5 % eine Adresse. Das ist kein Zufall: § 5 Abs. 1 Nr. 2 DDG verlangt von geschäftsmäßigen Websites Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme "einschließlich der Adresse für die elektronische Post". Bei 13,4 % der deutschen Einträge mit E-Mail stammte die Adresse aus dem Impressum, bei 69,5 % von der Startseite und bei 9,5 % von der Kontaktseite. In den USA kam die Adresse nur bei 0,4 % aus einem Impressum.
Von den 8.924 in Deutschland gefundenen Adressen liegen nur 7,3 % bei Freemail-Anbietern wie GMX, Web.de, T-Online oder Gmail. 32,3 % liegen nicht auf der Domain der Praxis-Website.
E-Mail-Abdeckung nach Land
Der Anteil der Einträge mit veröffentlichter E-Mail reicht von 6,3 % in Pakistan bis 67,6 % in den Niederlanden. Jedes Land in der Tabelle hat mindestens 250 Zahnarzt-Einträge in unseren Daten.
| Land | Einträge | Eigene Website | E-Mail gefunden | Freemail (Gmail usw.) |
|---|---|---|---|---|
| USA | 10.546 | 86,3 % | 35,2 % | 22,1 % |
| Deutschland | 10.195 | 77,5 % | 57,2 % | 7,3 % |
| Indien | 3.398 | 39,9 % | 22,6 % | 41,5 % |
| Brasilien | 3.054 | 46,1 % | 13,1 % | 33,7 % |
| Niederlande | 1.945 | 83,3 % | 67,6 % | 3,3 % |
| Türkei | 1.713 | 68,9 % | 39,6 % | 14,0 % |
| Polen | 1.686 | 64,4 % | 39,7 % | 13,6 % |
| Frankreich | 1.436 | 72,1 % | 27,3 % | 47,8 % |
| Kanada | 717 | 92,9 % | 59,7 % | 19,2 % |
| Schweden | 650 | 83,4 % | 61,8 % | 2,4 % |
| Spanien | 645 | 75,7 % | 54,0 % | 22,2 % |
| Australien | 559 | 91,8 % | 58,7 % | 8,0 % |
| Mexiko | 484 | 20,2 % | 7,2 % | k. A. |
| Vereinigtes Königreich | 474 | 93,9 % | 63,7 % | 10,7 % |
| Vereinigte Arabische Emirate | 431 | 82,4 % | 47,6 % | 17,7 % |
| Südafrika | 373 | 33,5 % | 22,3 % | k. A. |
| Saudi-Arabien | 335 | 54,6 % | 27,5 % | k. A. |
| Pakistan | 269 | 18,2 % | 6,3 % | k. A. |
| Italien | 263 | 65,0 % | 49,8 % | 13,7 % |
"Freemail" ist der Anteil der gefundenen Adressen bei Verbraucher-Anbietern wie Gmail, Hotmail, Yahoo oder GMX, angegeben ab 250 gefundenen Adressen. Die vollständige Tabelle mit Kategorien und Bewertungsstufen steht in der CSV zur E-Mail-Abdeckung bei Zahnärzten.
Zwei Gegenbeispiele zeigen, woher die Unterschiede kommen:
- In den USA gibt es Websites, aber keine Adresse. 86,3 % der US-Einträge hatten eine eigene Website, aber nur 35,2 % lieferten eine E-Mail. 19,8 % der Websites verweigerten das automatische Lesen oder brachen ab, 47,9 % dieser Fehler waren ein HTTP 403 (Zugriff verweigert). Von den lesbaren US-Websites nannte etwa die Hälfte gar keine Adresse.
- In Frankreich liegt die Adresse oft bei einem Freemail-Anbieter. 47,8 % der französischen Adressen lagen bei Anbietern wie Orange, Wanadoo oder Gmail, gegenüber 7,3 % in Deutschland.
Welche Kategorien Sie suchen sollten
Suchen Sie mehrere zahnmedizinische Kategorien, nicht nur "Zahnarzt". Die Praxis wählt ihre Hauptkategorie selbst, und die E-Mail-Quote hängt davon ab:
| Kategorie im Eintrag | Einträge | Eigene Website | E-Mail gefunden |
|---|---|---|---|
| Dentist (Zahnarzt) | 21.920 | 71,2 % | 41,8 % |
| Dental clinic (Zahnklinik) | 9.783 | 62,1 % | 36,6 % |
| Orthodontist (Kieferorthopäde) | 6.422 | 85,4 % | 43,1 % |
| Pediatric dentist (Kinderzahnarzt) | 512 | 89,6 % | 48,2 % |
| Cosmetic dentist (Ästhetische Zahnmedizin) | 394 | 82,7 % | 42,1 % |
| Oral surgeon (Oralchirurg) | 340 | 59,4 % | 22,9 % |
| Dental laboratory (Dentallabor) | 182 | 77,5 % | 52,2 % |
Das Dentallabor ist ein anderer Käufer: Labore verkaufen an Zahnärzte, eine Laborliste ist also etwas für Anbieter von Laborgeräten oder Software, nicht für alle, die an Praxen verkaufen. Die allgemeine Methode, einen Markt nach Kategorien aufzuteilen, steht in Geschäftskontakte nach Branche finden.
Große Praxen veröffentlichen weniger
Je mehr Bewertungen eine Praxis hat, desto wahrscheinlicher hat sie eine Website, und desto seltener steht dort eine E-Mail.
| Google-Bewertungen | Einträge | Eigene Website | E-Mail je eigener Website | E-Mail über alle Einträge |
|---|---|---|---|---|
| 0 | 4.883 | 47,9 % | 55,2 % | 26,8 % |
| 1 bis 49 | 18.624 | 62,9 % | 61,5 % | 38,8 % |
| 50 bis 199 | 9.108 | 84,1 % | 57,2 % | 48,2 % |
| 200 bis 999 | 7.017 | 92,7 % | 48,8 % | 45,5 % |
| 1.000 und mehr | 667 | 94,6 % | 48,0 % | 45,7 % |
Nur 48,0 % der Websites von Praxen mit 1.000 oder mehr Bewertungen nannten eine E-Mail, gegenüber 61,5 % bei Praxen mit 1 bis 49 Bewertungen. Unsere Lesart: Große Praxen und Ketten lenken Patienten auf Online-Terminbuchung und Kontaktformulare.
Zahnarzt-Adressen kaufen oder selbst erstellen?
Selbst erstellen, wenn Sie wissen müssen, woher jede Adresse stammt. Kaufen, wenn Sie namentliche Ansprechpartner brauchen und akzeptieren, die Herkunft nicht prüfen zu können.
| Gekaufte Liste | Aus Google Maps erstellt | |
|---|---|---|
| Inhalt | Praxen, oft mit Namen, E-Mails | Praxen mit Telefon, Website, Bewertung und veröffentlichten E-Mails |
| Herkunft der E-Mail | Meist nicht angegeben | Die Praxis-Website, mit Quellseite |
| Aktualität | Hängt vom Anbieter ab | Der Tag Ihrer Suche |
| Abdeckungsgrenze | Was der Anbieter behauptet | Was Praxen veröffentlichen: in Deutschland 57,2 % für E-Mail, 98,2 % für Telefon |
Nutzen Sie unsere Zahlen als Plausibilitätsprüfung und stellen Sie vor dem Kauf vier Fragen:
- Woher stammt jede Adresse, und kann ich die Quellseite sehen?
- Wann wurde jede Adresse zuletzt geprüft?
- Welche Bounce-Rate hatte der letzte Käufer? Testen Sie 200 Adressen vor dem Rest.
- Wie viele Praxen enthält die Liste für meine Stadt, und wie viele liefert eine Google-Maps-Suche für dieselbe Stadt?
So erstellen Sie die Liste, Schritt für Schritt
- Kategorien und Gebiet wählen. Lassen Sie "Zahnarzt", "Zahnklinik" und "Kieferorthopäde" als getrennte Suchanfragen in einem Auftrag laufen (BasedOnBusiness nimmt bis zu zehn Suchanfragen pro Auftrag), für ein Land, ein Bundesland, eine Stadt oder ein Gebiet, das Sie auf der Karte zeichnen.
- Auftrag starten. Die Eintragsfelder kommen aus Google Maps. Für jedes Ergebnis mit Website liest die Anreicherung die öffentliche Website (Startseite und einige Kontakt-, Über-uns- oder Impressumsseiten) und liefert die veröffentlichten E-Mails. Sie errät keine Adressen und fragt keine Mailserver ab.
- Als CSV oder Excel exportieren. Jede Zeile enthält
email, alle Adressen inemails, ihren Typ inemail_typesund die Quellseite inemail_sources, dazu Telefon, Website, Bewertung und Anzahl der Bewertungen. - Die Datei in drei Listen teilen. In Deutschland ist das Telefon der erste Kanal; in unseren Daten hatten 94,9 % der Zahnarzt-Einträge ohne E-Mail eine Telefonnummer. Die E-Mail-Adressen bleiben für Praxen, die eingewilligt haben oder bereits Kunde sind. Namentliche Adressen wie
dr.mueller@sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. - Für den Versand an Einwilligende die Domain aufwärmen. Wie die Sequenz aufgebaut wird, steht in Google-Maps-Leads in eine kalte E-Mail-Kampagne verwandeln, für Deutschland mit den dort beschriebenen Einschränkungen.
Was ist in Deutschland erlaubt?
Deutschland, die größte europäische Stichprobe mit 57,2 % E-Mail-Abdeckung, hat die strengste Regel für ihre Nutzung.
- E-Mail. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG behandelt Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten als unzumutbare Belästigung. Das gilt auch gegenüber Unternehmen, also auch gegenüber Zahnarztpraxen. Die Ausnahme in § 7 Abs. 3 betrifft nur eigene Bestandskunden.
- Telefon. Gegenüber sonstigen Marktteilnehmern verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Sie muss sich aus einem konkreten Interesse der Praxis an Ihrem Angebot ergeben. Wie sich eine Telefonliste sauber aufbaut, zeigt B2B-Kaltakquise: Telefonliste erstellen.
- Andere Länder. In den USA erlaubt CAN-SPAM kalte B2B-E-Mails mit Abmeldelink und Postanschrift, in Frankreich die CNIL B2B-E-Mails mit Bezug zum Beruf des Empfängers. Maßgeblich ist das Land des Empfängers.
Den größeren Rahmen, einschließlich des Unterschieds zwischen Sammeln und Versenden, beschreibt unser Leitfaden Geschäftskontakte finden: Recht und Datenschutz. Keine Rechtsberatung.
Was diese Daten nicht zeigen
- Keine Vollerhebung. Die 40.299 Einträge sind die zahnmedizinischen Ergebnisse von Suchen auf BasedOnBusiness zwischen dem 18. März und dem 22. September 2026. USA und Deutschland stellen die Hälfte, und der Ländermix folgt der Nachfrage, nicht der Zahl der Zahnärzte.
- Veröffentlicht heißt nicht zustellbar. Wir zählen Adressen, die auf der Website stehen. Manche Postfächer sind verwaist. Vor einem größeren Versand prüfen.
- Manche Praxen verbergen die Adresse vor automatischem Lesen. Der Leser prüft die Startseite und bis zu drei Kontakt-, Über-uns- oder Impressumsseiten, ohne JavaScript auszuführen. Eine per Skript eingefügte Adresse oder eine Website, die Bots sperrt, zählt hier als "nicht gefunden", auch wenn ein Mensch sie sehen könnte.
Häufige Fragen
Kann man Zahnarzt-E-Mail-Adressen aus Google Maps ziehen?
Nicht aus dem Eintrag selbst. Ein Google-Maps-Eintrag hat kein E-Mail-Feld, die Adresse muss also von der Website der Praxis kommen. Bei 40.299 Zahnarzt-Einträgen verlinkten 71,6 % auf eine eigene Website, und bei 40,7 % aller Einträge fand sich eine veröffentlichte E-Mail.
Wie viele Zahnarztpraxen in Deutschland veröffentlichen eine E-Mail?
In unseren Daten führten 57,2 % der 10.195 deutschen Zahnarzt-Einträge zu einer veröffentlichten E-Mail, deutlich mehr als der Durchschnitt von 40,7 %. Von den Websites, die wir lesen konnten, nannten 79,5 % eine Adresse. Der Grund ist die Impressumspflicht nach § 5 DDG.
Darf ich Zahnärzten eine Werbe-E-Mail schicken?
Ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung in der Regel nicht. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt diese Einwilligung für Werbung per E-Mail, auch gegenüber Unternehmen. Eine Ausnahme gilt nur für eigene Bestandskunden unter den Bedingungen von § 7 Abs. 3. Keine Rechtsberatung.
Und ein Anruf in der Praxis?
Gegenüber Unternehmen reicht nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Die muss sich aus einem konkreten, sachlichen Interesse der Praxis an Ihrem Angebot ergeben und lässt sich nicht pauschal unterstellen. Keine Rechtsberatung.
Zahnarzt-Adressen kaufen oder selbst erstellen?
Selbst erstellen, wenn Sie wissen müssen, woher jede Adresse stammt. Eine Liste aus Google Maps führt zu jeder E-Mail die Quellseite und ist genau so groß wie das, was Praxen tatsächlich veröffentlichen. Wer kauft, sollte die Herkunft jeder Adresse erfragen und eine Stichprobe vor dem Versand prüfen.
Loslegen
Suchen Sie eine Stadt mit drei Zahnarzt-Kategorien, exportieren Sie die Datei und zählen Sie die Zeilen mit Telefonnummer und mit E-Mail. Das ist die echte Größe Ihrer Liste dort, nicht die Zahl eines Anbieters.
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