
Kunden finden als Social Media Manager: mit Google Maps
Der einfachste Kunde für einen Social Media Manager ist nicht der Betrieb ohne jede Präsenz. Es ist der, der Instagram schon nutzt und es zwischen zwei Kunden selbst betreut. In manchen Ländern verrät Google Maps diese Betriebe: Im Website-Feld des Eintrags steht statt einer eigenen Seite ein Link zu Instagram, Facebook oder WhatsApp.
Wir haben gemessen, wie häufig das ist, in 3.147 Einträgen aus 20 Ländern. In Argentinien geben 22,6 % der Betriebe ein Social-Media- oder Messaging-Profil als Website an. In Deutschland 3,3 %. Dieser Unterschied verändert, wie die Methode hierzulande funktioniert; unten steht beides.
Welche Betriebe einen Social Media Manager brauchen
Lokale Einträge fallen in drei Typen, und jeder braucht ein anderes Angebot:
| Eintragstyp | Was los ist | Was Sie anbieten |
|---|---|---|
| Website ist Instagram, Facebook, WhatsApp oder Linktree | Glaubt an Social Media, aber der Inhaber macht es selbst | Betreuung, Content, Anzeigen. Der natürlichste Kunde |
| Eigene Website vorhanden | Die Seite verlinkt vielleicht auf kein Profil | Profile prüfen und mit der Website verbinden |
| Gar kein Link | Minimale digitale Präsenz | Ein einfacheres Angebot. Meist ein besserer Kunde für Webdesigner |
Die erste Gruppe ist die interessanteste. Sie müssen niemanden überzeugen, dass Social Media wirkt: Instagram ist dort schon das Schaufenster. Was fehlt, sind Zeit, Kontinuität und jemand, der Anzeigen schalten kann.
Wo Betriebe auf Social Media leben
Das sind die Anteile der Einträge, deren "Website"-Link auf eine Social-Media- oder Messaging-Plattform führt. Wir zählen Instagram, Facebook, WhatsApp, TikTok, YouTube und Linktree.
| Land | Stichprobe | Social-Profil als Website | Unter Einträgen mit irgendeinem Link |
|---|---|---|---|
| Argentinien | 155 | 22,6 % | 38,5 % |
| Brasilien | 146 | 15,1 % | 23,2 % |
| Mexiko | 143 | 13,3 % | 42,2 % |
| Portugal | 149 | 9,4 % | 11,2 % |
| Polen | 159 | 8,2 % | 9,6 % |
| Vereinigte Arabische Emirate | 198 | 7,6 % | 9,1 % |
| Spanien | 111 | 6,3 % | 8,9 % |
| Italien | 138 | 5,8 % | 8,6 % |
| Frankreich | 158 | 4,4 % | 5,9 % |
| Deutschland | 150 | 3,3 % | 3,7 % |
| Türkei | 196 | 2,0 % | 3,4 % |
| Vereinigtes Königreich | 150 | 2,0 % | 2,1 % |
| USA | 175 | 0,6 % | 0,7 % |
Die letzte Spalte ist die aufschlussreichste. In Mexiko führen vier von zehn Einträgen mit irgendeinem Link auf ein Social-Profil statt auf eine Website. In Deutschland ist es nicht einmal einer von zwanzig.
Zwei ehrliche Einschränkungen. Die Länderstichproben sind klein (110 bis 300 Einträge), also zählt die Reihenfolge mehr als die Nachkommastelle: Deutschland sind 5 Fälle von 150. Und die Stichprobe konzentriert sich auf Restaurants und Zahnarztpraxen, wurde im April und Mai 2026 erhoben und ist nicht bevölkerungsgewichtet. Die vollständigen Daten stehen in der CSV zu Linkzielen, die Methode in der Studie zu Linkzielen lokaler Unternehmen.
Wo das Signal in Deutschland liegt
Deutsche Betriebe tragen Instagram selten als Website in Google Maps ein. Hier verlagert sich die Arbeit deshalb auf die zweite Gruppe: Betriebe mit eigener Website, die auf kein einziges Social-Profil verlinkt. 90,0 % der deutschen Einträge in unserer Stichprobe hatten eine Website, der Pool ist also groß.
Die Kategorie zählt so viel wie das Land. In unserer Stichprobe von 975 Restaurants in Madrid gaben 20,0 % der Bars (4 von 20) ein Social-Profil als Website an, bei mediterranen Restaurants 0,0 % (0 von 24). Je einfacher und nachbarschaftlicher das Lokal, desto eher ist sein digitales Schaufenster ein Instagram-Profil. Die ganze Madrid-Analyse steht unter Restaurants ohne Website finden.
Schritt für Schritt zur Kundenliste
- Eine Stadt und fünf visuelle Kategorien wählen. Cafés, Bars, Friseure, Kosmetikstudios, Fitnessstudios, Boutiquen. Wo Fotos verkaufen, verkauft auch ein Social Media Manager.
- Die Liste ziehen. Ein Auftrag nimmt bis zu zehn Kategorien. Sie können eine Stadt wählen oder ein Viertel auf der Karte zeichnen.
- Als CSV oder Excel exportieren und die Spalte
websitefiltern. Werte mit instagram.com, facebook.com, wa.me, tiktok.com oder linktr.ee bilden die erste Gruppe. Achtung: Die Spaltehas_websitesagt auch bei einem Instagram-Link "ja", sie taugt für diesen Filter nicht. - Bei Einträgen mit eigener Website die Spalten
instagramundfacebookprüfen. Sie werden durch das Lesen der Website des Betriebs gefüllt. Leer heißt, die Seite verlinkt auf kein Profil, nicht, dass der Betrieb kein Konto hat. In Deutschland ist das Ihre Hauptliste. - Nach Bewertungen priorisieren. Behalten Sie die über dem Bewertungs-Median ihres Landes: Kundschaft und Umsatz sind da. Zur Orientierung lag der Median in unserer Stichprobe in Deutschland bei nur 9,5 Bewertungen, in Spanien bei 79.
- Jedes Profil öffnen, bevor Sie Kontakt aufnehmen. Letzter Beitrag, Frequenz, beantwortete Kommentare. Google Maps liefert weder Follower noch Aktivität; das ist Handarbeit.
Wenn Sie dieselbe Liste für Websites nutzen wollen, steht der Ansatz unter Webdesign an lokale Unternehmen verkaufen. Wie Sie die Liste für ein Viertel ziehen, unter Liste der Unternehmen in einem Gebiet.
Kontakt ohne Spam
Die Versuchung ist groß, an einem Nachmittag fünfzig Betrieben eine Direktnachricht zu schicken. In Deutschland ist das heikel:
- E-Mail: § 7 UWG verlangt für Werbung per elektronischer Post die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten, ohne Ausnahme für Unternehmen.
- Telefon: Für einen Werbeanruf bei einem Unternehmen genügt nach derselben Vorschrift die zumindest mutmaßliche Einwilligung. Das ist enger, als es klingt; Details stehen unter B2B-Kaltakquise: Telefonliste erstellen.
- Direktnachricht: Ob eine Instagram-Nachricht rechtlich wie eine E-Mail behandelt wird, klären Sie im Zweifel mit einer Fachperson.
Was am besten funktioniert, wirft keine dieser Fragen auf:
- Vorbeigehen. Das sind Betriebe aus dem Viertel, der Inhaber steht hinter dem Tresen. Fünf Minuten vor Ort wiegen mehr als hundert Nachrichten.
- Eine kurze Analyse mitbringen. Drei konkrete Punkte zum Profil: wann der letzte Beitrag war, wie viele Google-Bewertungen dem stillen Instagram gegenüberstehen, was der Wettbewerber in derselben Straße macht.
- Einen kleinen Test anbieten. Ein Monat, ein messbares Ziel. Kein Jahresplan im ersten Gespräch.
Den rechtlichen Rahmen insgesamt finden Sie unter Geschäftskontakte finden: Recht und Datenschutz. Das ist keine Rechtsberatung.
Was diese Methode nicht verrät
- Ob der Betrieb schon jemanden hat. Ein aktives, professionelles Profil ist wahrscheinlich vergeben. Sie erfahren es nur, wenn Sie es öffnen.
- Das Budget. Bewertungen sind ein Hinweis auf Betrieb, nicht auf Marge.
- Follower und Interaktion. Google Maps speichert diese Daten nicht; sie werden im Profil von Hand gelesen.
Häufige Fragen
Wo finde ich Kunden als Social Media Manager?
Bei lokalen Betrieben, die Social Media schon nutzen, aber keine Zeit dafür haben. In manchen Ländern tragen sie auf Google Maps Instagram, Facebook oder WhatsApp als Website ein. In Deutschland ist das selten; hier ist das stärkere Signal ein Betrieb mit eigener Website, die auf kein einziges Profil verlinkt.
Wie viele Betriebe nutzen Instagram als Website?
Das hängt stark vom Land ab. In unserer Stichprobe von 3.147 Google-Maps-Einträgen führten 5,8 % auf eine Social-Media- oder Messaging-Plattform. In Argentinien waren es 22,6 %, in Brasilien 15,1 % und in Mexiko 13,3 %, in Deutschland 3,3 % und in den USA 0,6 %.
Wie erkenne ich, ob ein Betrieb schon eine Agentur hat?
Google Maps sagt es nicht. Öffnen Sie das Profil und prüfen Sie das Datum des letzten Beitrags, die Regelmäßigkeit und ob Kommentare beantwortet werden. Ein aktives, professionelles Profil ist wahrscheinlich vergeben; eines mit dem letzten Beitrag vor Monaten ist eine Chance.
Darf ich Betriebe per E-Mail oder Direktnachricht kalt anschreiben?
In Deutschland verlangt § 7 UWG für Werbung per E-Mail die vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch gegenüber Unternehmen. Für einen Werbeanruf bei einem Unternehmen genügt die zumindest mutmaßliche Einwilligung. Ob eine Instagram-Direktnachricht wie eine E-Mail behandelt wird, klären Sie im Zweifel mit einer Fachperson. Der persönliche Besuch mit einer kurzen Analyse wirft diese Frage gar nicht erst auf. Das ist keine Rechtsberatung.
Welche Betriebe sollte ich zuerst ansprechen?
Die mit schwachem Social-Media-Auftritt, aber mehr Bewertungen als der Median ihres Landes. Bewertungen zeigen, dass Kundschaft und Umsatz da sind; das schwache Profil zeigt, dass der Inhaber das Marketing nebenbei macht. Diese Kombination hört einem Angebot am ehesten zu.
Loslegen
Wählen Sie ein Viertel und fünf visuelle Kategorien und ziehen Sie die Liste. In Deutschland starten Sie mit den Betrieben mit eigener Website und leerer instagram-Spalte.
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