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WhatsApp-Akquise bei lokalen Unternehmen: woher die Nummern kommen

Ilyas Yıldırım
7 Min. Lesezeit

In Mexiko haben 46,9 % der lokalen Unternehmen eine Telefonnummer und sonst nichts. Keine Website, keine E-Mail-Adresse, kein Formular. Nur eine Nummer.

Die Zahl stammt aus einer Stichprobe von 3.147 Google-Maps-Einträgen in zwanzig Ländern. Sie erklärt, warum Kaltakquise per E-Mail in großen Teilen der Welt nicht anläuft. Nicht die Texte sind das Problem. Die Nachrichten kommen nie an, weil es keine Adresse gibt.

Die Erreichbarkeitsdaten nach Land stehen zum Nachprüfen bereit.

Wie groß der Nur-Telefon-Anteil in Ihrem Markt ist

LandStichprobeNur TelefonMit TelefonWeder Telefon noch Web
Südafrika30051,7 %93,3 %6,3 %
Mexiko14346,9 %76,2 %21,7 %
Indien15040,7 %84,0 %15,3 %
Türkei19635,2 %92,9 %4,6 %
Brasilien14634,9 %97,3 %0,0 %
Argentinien15527,7 %83,2 %13,5 %
Italien13827,5 %92,8 %5,1 %
Spanien11124,3 %94,6 %4,5 %
Frankreich15822,8 %96,2 %2,5 %
Portugal14914,8 %97,3 %1,3 %
Deutschland15010,0 %100,0 %0,0 %
Großbritannien1504,7 %97,3 %1,3 %
Australien1493,4 %99,3 %0,0 %

Entscheidend ist die erste Spalte. Zwischen Südafrika und Australien liegt Faktor fünfzehn, und das verändert nicht nur den Kanal, sondern die gesamte Vorgehensweise.

Deutschland ist in dieser Tabelle der Gegenbeweis. Alle 150 Einträge der deutschen Stichprobe hatten eine Telefonnummer, und 90,0 % hatten zusätzlich eine Website. Ein deutsches Ladengeschäft ohne Web-Auftritt ist die Ausnahme, nicht die Regel. Für den deutschen Markt ist dieser Artikel also vor allem eine Erklärung, warum das Thema hier nicht trägt, und ein Leitfaden für alle, die nach Südeuropa, Lateinamerika, in die Türkei oder nach Afrika hinein verkaufen.

Brasilien ist der sauberste Fall: 97,3 % mit Telefon und kein einziger Eintrag der Stichprobe ohne jede Kontaktmöglichkeit. Ein Drittel dieses Marktes ist per E-Mail unerreichbar und telefonisch vollständig erreichbar.

Warum Kaltakquise per E-Mail das nicht lösen kann

Das ist kein Werkzeug- und kein Anbieterproblem, sondern ein strukturelles.

Ein Google-Maps-Eintrag hat kein E-Mail-Feld. Gar keins. Jede E-Mail-Adresse, die ein seriöses Werkzeug ausliefert, kommt aus genau einer Quelle: der im Eintrag verlinkten Website. Ohne Website gibt es keine Seite zum Auslesen und keine Adresse. Die Mechanik steht in woher E-Mail-Adressen aus Google Maps wirklich stammen.

Damit steht das Segment ohne Website an einer merkwürdigen Stelle: Es ist die Gruppe mit dem größten Bedarf an dem, was Sie verkaufen, und die einzige, der Sie keine E-Mail schreiben können.

Was Sie senden dürfen

An dieser Stelle schweigen die meisten Ratgeber zum Thema. Wir nicht.

Deutschland. § 7 Abs. 2 UWG verlangt für Werbung per elektronischer Nachricht eine ausdrückliche vorherige Einwilligung, und diese Anforderung gilt auch im Verhältnis zu Unternehmen. Der Telefonanruf gegenüber Gewerbetreibenden ist über die mutmaßliche Einwilligung leichter zu rechtfertigen als die Nachricht. Praktisch heißt das: In Deutschland ist der Anruf der gangbare Weg und die unaufgeforderte WhatsApp-Nachricht nicht.

Übrige EU. Spanien regelt es in Artikel 21 LSSI, andere Mitgliedstaaten haben gleichwertige Vorschriften. Die DSGVO kommt hinzu, sobald die Nummer eine Person identifiziert: Die Zentrale einer GmbH ist Unternehmensdatum, das Mobiltelefon eines Einzelunternehmers ist personenbezogenes Datum.

Türkei. Gesetz 6563 und das İYS-System sind im B2B-Bereich großzügiger, als oft angenommen wird. Eine Nachricht an eingetragene Kaufleute und Handwerksbetriebe braucht keine vorherige Einwilligung. Die Widerspruchsprüfung bleibt aber verpflichtend.

Und über allem steht die Regel von WhatsApp selbst. Unabhängig davon, was das lokale Recht erlaubt: die WhatsApp-Business-Richtlinie verbietet unaufgefordertes Massenversenden, und die Plattform sperrt Nummern anhand der Blockierrate, nicht anhand einer überschrittenen Obergrenze.

Den vollständigen Rahmen finden Sie im Leitfaden zu Recht und Datenschutz bei der Kontaktsuche.

Wie die Liste entsteht

Der Kanal nützt nichts ohne eine kurze, gut gefilterte Liste. Diese Schritte funktionieren.

  1. Kategorie und Stadt eng fassen. "Friseure in Guadalajara" schlägt "Unternehmen in Jalisco" jedes Mal. Je enger der Schnitt, desto konkreter die erste Nachricht.
  2. Nach dem Website-Feld filtern. Wer digitale Präsenz verkauft, behält die Einträge ohne Link. Das ist die Nur-Telefon-Gruppe.
  3. Mit Telefonspalte exportieren. Die CSV führt Name, Kategorie, Adresse, Telefon, Website, Bewertung und Bewertungsanzahl. Über die Bewertungsanzahl sortieren Sie nach Größe.
  4. Nummern ins internationale Format bringen. Maps liefert das nationale Format, WhatsApp erwartet E.164: Ländervorwahl, keine führende Null, keine Leerzeichen oder Bindestriche.
  5. Nach Nummer entdoppeln, nicht nach Name. Kleine Ketten nutzen eine Leitung für mehrere Einträge.
  6. Die Liste vor dem Start kürzen. Hundert einzeln geprüfte Einträge bringen mehr als tausend ungelesene.

Der Auszugsprozess selbst steht in Liste der Unternehmen in einem Gebiet.

Die erste Nachricht

Eine WhatsApp-Nachricht wird auf dem Sperrbildschirm gelesen. Sie haben zwei Zeilen, bevor entschieden wird.

Was funktioniert, ist ein konkreter Bezug aus dem Eintrag: die genaue Kategorie, der Stadtteil, die Bewertungsanzahl. Das zeigt, dass Sie dieses Unternehmen angesehen haben und nicht eine Liste. Was nicht funktioniert, ist die Standardanrede mit einem aus einer Spalte eingefügten Namen.

Drei praktische Regeln:

  • In der ersten Zeile vorstellen. Keine Rätsel.
  • Eine einzige geschlossene Frage, in einem Wort beantwortbar.
  • Ein klarer Ausstieg schon in der ersten Nachricht. "Wenn das nichts für Sie ist, sagen Sie Bescheid und ich schreibe nicht wieder" senkt die Blockierrate und erfüllt die Widerspruchsanforderung zugleich.

Wenn das Unternehmen eine Website hat, bleibt E-Mail der bessere Kanal, die Sequenz steht in Google-Maps-Leads in eine kalte E-Mail-Kampagne überführen. Wer lieber anruft, findet den Gesprächsleitfaden in B2B-Kaltakquise-Telefonliste erstellen.

Wo dieser Kanal die falsche Wahl ist

Deutschland, Großbritannien, Australien und Schweden liegen alle unter 11 % Nur-Telefon. Dort hat das lokale Unternehmen eine Website, eine E-Mail-Adresse und erwartet eine E-Mail. Rechtlich kommt in Deutschland die Einwilligungspflicht hinzu.

Die Regel ist einfach: erste Spalte, eigenes Land. Über 25 % ist das Telefon der Hauptkanal. Unter 10 % ist es der falsche.

Für Mexiko gibt es die Detailauswertung in Unternehmen ohne Website in Mexiko finden, der allgemeine Einstieg steht in Unternehmen ohne Website finden.

Häufige Fragen

Zeigt Google Maps die WhatsApp-Nummer eines Unternehmens?

Ein Eintrag hat kein WhatsApp-Feld. Er hat eine Telefonnummer, und in Märkten, in denen WhatsApp der übliche Kanal ist, ist das meist dieselbe Leitung. Eine Garantie ist das nicht: viele Festnetznummern haben kein Konto. Vor dem Schreiben wird Nummer für Nummer geprüft, nicht angenommen.

Darf ich ein Unternehmen anschreiben, das mich nicht kennt?

In Deutschland praktisch nicht ohne vorherige Einwilligung. § 7 Abs. 2 UWG verlangt für Werbung über elektronische Nachrichten eine ausdrückliche vorherige Einwilligung, und diese Regel gilt auch gegenüber Unternehmen. Die Telefonakquise gegenüber Gewerbetreibenden ist mit mutmaßlicher Einwilligung leichter möglich als die Nachricht. In der Türkei ist die Nachricht an eingetragene Kaufleute ohne vorherige Einwilligung erlaubt, mit verpflichtender Widerspruchsprüfung.

In welchen Ländern lohnt sich dieser Kanal?

Dort, wo ein großer Teil des Marktes nur eine Telefonnummer hat. In unserer Stichprobe: Südafrika 51,7 %, Mexiko 46,9 %, Indien 40,7 %, Türkei 35,2 %, Brasilien 34,9 %, Spanien 24,3 %. Deutschland liegt bei 10,0 %, Großbritannien bei 4,7 %. Dort bleibt E-Mail der richtige Kanal.

Kann ich statt Telefonnummern E-Mail-Adressen bekommen?

Für diese Gruppe nicht. Ein Google-Maps-Eintrag hat kein E-Mail-Feld, und die Anreicherung liest die Adresse von der Unternehmenswebsite. Keine Website heißt keine Seite zum Auslesen und keine E-Mail. Genau deshalb ist das Segment ohne Website ausschließlich telefonisch erreichbar.

Wie viele Nachrichten sind pro Tag möglich?

Weniger als gewünscht. WhatsApp sperrt Konten anhand der Blockierrate, die sie einsammeln, nicht anhand einer veröffentlichten Obergrenze. Hundert gut gefilterte, einzeln geschriebene Kontakte überstehen das, tausend kopierte verbrennen die Nummer. Der Kanal belohnt Auswahl, nicht Menge.

Loslegen

Exportieren Sie hundert Einträge aus einer Kategorie und einer Stadt, behalten Sie die ohne Website-Link und sehen Sie sich die Telefonspalte an. Ähnelt Ihr Zielmarkt Mexiko oder Brasilien, halten Sie eine Liste in der Hand, die Ihre Mitbewerber per E-Mail nicht bearbeiten können.

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