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Google-Places-API-Preise: Feldmasken und Kosten (2026)

Ilyas Yıldırım
Ilyas Yıldırım
8 Min. Lesezeit

Die Kosten der Google Places API hängen vom Endpunkt, von der höchsten durch Ihre Felder ausgelösten SKU und vom monatlichen Volumen ab. Ein einziges teures Feld kann die gesamte Anfrage in eine höhere Preisstufe verschieben. Die Zahl der HTTP-Aufrufe allein ergibt deshalb noch kein belastbares Budget.

Die Preise und Feldklassen in diesem Artikel wurden am 13. August 2026 in den offiziellen globalen Google-Tabellen geprüft. Preise können sich ändern. Für bestimmte Regionen können andere Bedingungen gelten. Prüfen Sie vor einer Budgetfreigabe immer die aktuelle Preisliste der Google Maps Platform.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Google misst die Nutzung in abrechenbaren Ereignissen. Die veröffentlichten Preise gelten in US-Dollar je 1.000 Ereignisse. Drei Entscheidungen führen zum Endbetrag:

  1. Der verwendete Endpunkt legt die mögliche SKU-Familie fest.
  2. Das teuerste Feld in der Antwortmaske legt die SKU-Stufe des Aufrufs fest.
  3. Die monatliche Nutzung dieser SKU legt Gratislimit und Mengenpreis fest.

Place Details gibt Informationen zu einem bekannten Ort zurück. Dafür benötigen Sie eine Place ID. Text Search sucht anhand eines Textes nach passenden Orten. Nearby Search sucht in einem Gebiet rund um Koordinaten. Die Feldzuordnung ist für jeden Endpunkt getrennt.

Eine reine ID-Suche und eine Suche mit Telefonnummer, Website, Bewertung und Rezensionen können also gleich viele Anfragen erzeugen. Auf der Rechnung sind es trotzdem unterschiedliche Produkte.

Aktuelle globale Preise im Überblick

Die folgenden Werte stammen aus der am 13. August 2026 geprüften Tabelle für Places API (New). Angegeben ist die erste bezahlte Stufe bis 100.000 monatliche Ereignisse. Der Preis gilt pro 1.000 Ereignisse nach Abzug des kostenlosen Monatslimits.

Place Details (New)

SKUKostenlos pro MonatPreis je 1.000 nach dem Limit
Essentials (IDs Only)Unbegrenzt$0
Essentials10.000$5
Pro5.000$17
Enterprise1.000$20
Enterprise + Atmosphere1.000$25

Text Search (New)

SKUKostenlos pro MonatPreis je 1.000 nach dem Limit
Essentials (IDs Only)Unbegrenzt$0
Pro5.000$32
Enterprise1.000$35
Enterprise + Atmosphere1.000$40

Nearby Search (New)

SKUKostenlos pro MonatPreis je 1.000 nach dem Limit
Pro5.000$32
Enterprise1.000$35
Enterprise + Atmosphere1.000$40

Google fasst die relevante Nutzung aller Projekte zusammen, die im jeweiligen Monat mit demselben Rechnungskonto verbunden sind. Ein zusätzliches Projekt bedeutet daher nicht automatisch ein weiteres kostenloses Kontingent. Oberhalb von 100.000 Ereignissen gelten weitere Mengenstufen mit anderen Stückpreisen. Große Prognosen müssen jede Stufe der offiziellen Tabelle berücksichtigen.

Die Felder entscheiden über die SKU

In der offiziellen Tabelle der Places-Datenfelder steht für jedes Feld, welche SKU es bei Place Details, Text Search und Nearby Search auslöst. Sehen Sie dort nach, bevor ein neues Feld in Produktion geht.

Einige Felder kommen besonders häufig vor:

  • id und name gehören bei Place Details und Text Search zur Klasse IDs Only. name ist hier der Ressourcenname im Format places/PLACE_ID. Es ist nicht der sichtbare Name des Unternehmens.
  • Den lesbaren Namen liefert displayName. Bei Text Search und Nearby Search löst dieses Feld Pro aus.
  • formattedAddress gehört bei Text Search und Nearby Search ebenfalls zu Pro. Bei Place Details gehört es zu Essentials.
  • nationalPhoneNumber, internationalPhoneNumber, websiteUri, rating und userRatingCount gehören zu Enterprise.
  • reviews gehört zu Enterprise + Atmosphere.

Nehmen wir eine Text-Search-Maske mit places.id, places.displayName und places.rating. Die ID liegt niedrig, der Anzeigename bei Pro und die Bewertung bei Enterprise. Google berechnet die gesamte Anfrage als Text Search Enterprise, weil das teuerste Feld entscheidet.

Ohne rating könnte dieselbe Anfrage bei Pro bleiben. Fordern Sie nur IDs an, kann sie unter Text Search Essentials (IDs Only) fallen. Weniger Felder sind aber nur sinnvoll, wenn Ihr Produkt diese Daten wirklich nicht braucht. Eine unvollständige Antwort ist keine Ersparnis, wenn danach ein zusätzlicher Aufruf nötig wird.

Feldmasken richtig aufbauen

Bei Places API (New) müssen Place Details, Text Search und Nearby Search eine Antwortfeldmaske enthalten. Sie senden diese zum Beispiel im Header X-Goog-FieldMask. Googles Anleitung zum Auswählen von Antwortfeldern erklärt die genaue Syntax.

Text Search und Nearby Search liefern ein Array namens places. Eine Maske nur für Kennungen sieht so aus:

X-Goog-FieldMask: places.id,places.name

Für eine Ergebnisliste mit lesbarem Namen und Adresse könnten Sie Folgendes anfordern:

X-Goog-FieldMask: places.id,places.displayName,places.formattedAddress

Diese Felder führen bei Text Search und Nearby Search zu Pro. Telefon und Website heben die Anfrage auf Enterprise:

X-Goog-FieldMask: places.id,places.displayName,places.formattedAddress,places.nationalPhoneNumber,places.websiteUri

Place Details gibt ein einzelnes Place-Objekt zurück. Deshalb entfällt dort das Präfix places.:

X-Goog-FieldMask: id,displayName,formattedAddress

Zwischen den Feldpfaden dürfen keine Leerzeichen stehen. Nutzen Sie in Produktion außerdem nicht *. Das Sternchen fordert alle Felder an. Es kann unbemerkt Enterprise + Atmosphere aktivieren, obwohl Ihre Oberfläche nur drei Werte zeigt. Die Antwort wird größer und langsamer. Für die erste Inspektion einer Entwicklungsantwort ist das Sternchen praktisch. Danach sollte eine genaue Liste folgen.

Kosten mit einer einfachen Formel schätzen

Solange die monatliche Nutzung in der ersten bezahlten Mengenstufe bleibt, können Sie so rechnen:

Schätzkosten = (Monatsereignisse - Gratislimit) / 1.000 × SKU-Preis

Ein negativer Wert wird zu null. Alle folgenden Beispiele setzen voraus, dass es im Monat keine weitere Nutzung derselben SKU gibt und dass die erste bezahlte Stufe gilt.

10.000 Text Search Pro

Von 10.000 Ereignissen sind 5.000 kostenlos. Damit bleiben 5.000 kostenpflichtige Ereignisse.

(10.000 - 5.000) × $32 / 1.000 = $160

10.000 Text Search Enterprise

Bei Enterprise sind 1.000 Ereignisse kostenlos. 9.000 werden berechnet.

(10.000 - 1.000) × $35 / 1.000 = $315

Das gleiche Anfragevolumen kostet in diesem Beispiel durch die Enterprise-Felder 155 Dollar mehr.

50.000 Text Search Pro

(50.000 - 5.000) × $32 / 1.000 = $1.440

50.000 Text Search Enterprise

(50.000 - 1.000) × $35 / 1.000 = $1.715

Diese Werte sind transparente Schätzungen, keine Rechnungszusagen. Ein echter Ablauf kann Text Search zur Suche und danach Place Details für ausgewählte Treffer verwenden. Beide zählen in getrennten SKUs. Wiederholungen nach Fehlern, Tests, geplante Aktualisierungen und andere Projekte am Rechnungskonto erhöhen das Volumen.

Ein realistisches Monatsbudget planen

Beginnen Sie mit dem Nutzerablauf. Eine Preistabelle ohne Aufrufmodell führt leicht in die Irre.

Bei einer Filialsuche kann ein Nutzer zuerst eine Textsuche auslösen. Details werden erst geladen, wenn er einen Treffer öffnet. In einem internen Rechercheprozess werden vielleicht alle Treffer sofort mit Telefon und Website ergänzt. Der zweite Ablauf erzeugt wesentlich mehr Enterprise-Ereignisse.

Gehen Sie systematisch vor:

  1. Notieren Sie jeden Places-Endpunkt im Ablauf.
  2. Schreiben Sie die genaue Feldmaske daneben.
  3. Ermitteln Sie die höchste SKU jeder Maske.
  4. Schätzen Sie monatliche Ereignisse einschließlich Tests, Jobs und Wiederholungen.
  5. Ziehen Sie das Monatslimit pro SKU nur einmal ab.
  6. Rechnen Sie oberhalb von 100.000 Ereignissen mit allen Mengenstufen.
  7. Richten Sie Cloud-Billing-Budgets und Warnungen ein.
  8. Vergleichen Sie die erste Rechnung mit Ihrer Schätzung.

Prüfen Sie Masken bei jeder Funktionsänderung. Eine Bewertung auf einer Suchkarte wirkt wie ein kleines Designdetail. Das Feld rating kann aber sämtlichen Traffic dieser Karte von Pro auf Enterprise verschieben.

API oder Unternehmensdaten-Export?

Die Places API passt zu Live-Suche, Filialfindern und Ortsinformationen in einer Anwendung. Sie erhalten eine direkte Google-Schnittstelle und genaue technische Kontrolle. Dafür verwalten Sie Schlüssel, Quoten, Masken, Abrechnung und die für Ihr Projekt geltenden Google-Bedingungen.

Wenn das Ergebnis eine Liste für Marktanalyse, Tabellenarbeit oder Vertrieb sein soll, kann ein Exportwerkzeug einfacher sein. No-Code-Bedienung und ein Preis pro Datensatz lassen sich bei manchen Stapelaufgaben leichter planen. Datenquelle, Aktualität, erlaubte Nutzung und verfügbare Felder müssen trotzdem geprüft werden. Die grundsätzliche Entscheidung erklärt unser Artikel Google Places API oder Scraping.

Für den gesamten Ablauf lesen Sie Google-Maps-Daten abrufen. Wenn Sie eine Tabelle benötigen, hilft der Leitfaden zum Export von Google-Maps-Daten nach Excel. Die Modelle spezialisierter Anbieter vergleicht unser Artikel über Google-Maps-Scraper-Preise.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert die Preisberechnung der Google Places API?

Jedes Ereignis wird einer SKU zugeordnet. Endpunkt und teuerstes angefordertes Feld legen sie fest. Monatsvolumen, Gratislimit und Mengenstufe ergeben danach den Preis.

Kann man die Google Places API kostenlos nutzen?

Ja, innerhalb bestimmter SKU-Limits. IDs-only Place Details und Text Search waren am 13. August 2026 in der globalen Tabelle unbegrenzt kostenlos. Andere relevante SKUs hatten Limits von 1.000, 5.000 oder 10.000 Ereignissen.

Beeinflusst die Feldmaske den Preis einer Anfrage?

Ja. Telefon, Website, Bewertung und Bewertungszahl können Enterprise auslösen. Rezensionen können Enterprise + Atmosphere auslösen. Das teuerste Feld bestimmt die Preisstufe des gesamten Aufrufs.

Warum sollte ich die Sternchen-Feldmaske vermeiden?

* fordert alle Felder an. Das kann eine hohe SKU, große Antworten und mehr Latenz verursachen. Eine genaue Produktionsmaske ist sicherer.

Was kosten 10.000 Text-Search-Pro-Anfragen?

Bei 5.000 kostenlosen Ereignissen und 32 Dollar je 1.000 liegt die Schätzung bei 160 Dollar. Weitere Nutzung derselben SKU ist dabei nicht eingerechnet.

Ist Place Details günstiger als Text Search?

In mehreren Stufen ja. Details braucht jedoch eine Place ID und liefert einen Ort. Text Search entdeckt passende Orte. Viele Systeme verwenden beide.

Wann ist ein Exportwerkzeug sinnvoller als die Places API?

Bei einer No-Code-Liste nach Kategorie und Ort oder einer Tabellenanalyse kann ein Export sinnvoll sein. Für Live-Anwendungsfunktionen passt die Places API. Vergleichen Sie den gesamten Ablauf und nicht nur einen Einzelpreis.

Erst klein testen, dann skalieren

Prüfen Sie Ihren tatsächlichen Feldbedarf mit einer kleinen Stichprobe. Ein neues BasedOnBusiness-Konto enthält einmalig 50 Export-Credits ohne Kartenangabe. Damit können Sie einen kleinen Export mit Ihrer API-Kalkulation vergleichen, bevor Sie einen größeren Prozess festlegen.